Ortskulturring
Mittwoch, 22. Februar 2012

„Aus gesundheitlichen Gründen kandidiere ich nicht mehr für den Vorsitz des Ortskulturringes“. Manfred Tönsing überraschte mit dieser Ankündigung die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung des OKR. Im Dörps- und Sprüttenhuus war es sofort auffallend still. Zehn Jahre lang seit der Wiederbelebung des OKR in der Gemeinde hatte Manfred Tönsing voller Tatendrang den OKR geprägt. Und fast alle gingen davon aus, dass er auf der Jahreshauptversammlung wiedergewählt wurde. Auf Anregung von Bürgermeister Uwe Jensen erklärte sich Tönsing bereit, ein halbes Jahr den OKR kommissarisch zu leiten, damit in Ruhe ein Nachfolger gefunden werden kann. „Wir sind dir sehr dankbar für dein Engagement, mit dem du soviel Erfolg hattest“, sagte Jensen. Gleichzeitig freue er sich, dass Tönsing die Arbeit noch über die 600-Jahr-Feier des Ortes Stexwig am Pfingstwochenende begleiten werde.
Der Ortskulturring sei gut eingearbeitet, sagte Manfred Tönsing, es gebe aber noch genug Projekte, die in Angriff genommen werden könnten. Er dankte allen Helfern, die die bisherige Arbeit des OKR so erfolgreich habe werden lassen. Er wünsche sich, dass ein „frischer Jungrentner“ gefunden werde, der mit viel Freude die Arbeit fortführen möchte.
Wie erfolgreich auch das letzte Jahr für den OKR war, hatte Tönsing zuvor berichtet. Er nannte zum Beispiel Wandern, Gymnastik, Kinderaktivitäten, Literaturkreis, Wassergymnastik, Pilates, Bridge, Yoga, Computer für Senioren, Fahrradtouren, Flohmarkt und etliche Exkursionen. Darüber hinaus habe der OKR aktiv an den Planungen für das Jubiläumsfest in Stexwig mit gearbeitet. Auch die Finanzen sind in Ordnung, bestätigte Hans-Heinrich Langholz als Kassenprüfer. Als neue Beisitzerin wählte die Versammlung anschließend Peggy Nitribitt.
Für das Jubiläumsfest soll auf Anregung Tönsings die Urkunde, in der erstmals der Ort Stexwig erwähnt wurde, vom mitteralterlichen Latein übersetzt werden. Die Kosten werden die drei Jubiläumsgemeinden Güby, Selk und Borgwedel tragen. Der OKR beteiligt sich an die Kosten für das Wikingerschiff, das zum Fest drei Tage lang vor dem Stexwiger Badestrand liegen wird. Unterstützen will der OKR auch Sigrid Reinholds Projekt. Sie hat einen Sketch geschrieben: „Wie Stexwig zu seinem Namen kam“. Gemeinsam mit Peter Philipp von der Schleswiger Speeldeel und Darstellern aus dem Dorf soll das Stück zur 600-Jahr-Feier aufgeführt werden.
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