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Gemeinde

Tiefbauarbeiten in der Gemeinde

Mehrere umfangreiche Tiefbau­ar­beiten kommen in diesem Jahr auf die Gemeinde zu. In der Gemeindevertretung wurden dafür jetzt die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen geschaf­fen. Ingesamt sieht der Haushalt für das Jahr 2011 Investitionen in Höhe von 480.000 Euro vor. Davon entfallen 180.000 Euro auf den Neubau des Radweges an der Kreisstraße 36 zwischen Fahrdorf und Borgwedel, 186.000 Euro auf die Breitband­versorgung für die Gemeinde, sowie 100.000 Euro auf die Sanierung der Abwasserkanäle. Hinzu kommen Ausgaben für eine Lautsprecheranlage im Dörps- und Sprüttenhuus, sowie 10.000 Euro für eine Abgasanlage im Feuerwehrgerätehaus.

 

 

Der Haushalt wurde einstimmig beschlossen, ob­wohl es heftige Diskussionen über den vom Kreis vorgelegten Vertrag zur Kostenbeteiligung am Rad­wegebau an der K 36 gab. In einem ersten Entwurf hatte der Kreis den Eigenanteil der Ge­mein­de sogar mit etwa 194.000 Euro berechnet. Nach Verhandlungen des Bürgermeisters mit dem Kreis konnte diese Summe dann zwar auf 177.000 Euro reduziert werden. Dennoch, so waren sich die Gemeindevertreter einig, seien die erweiterten Gesamtkosten von 935.000 Euro viel zu hoch „Warum können die Richtlinien des Landes zum Radwegebau nicht etwas flexibler gehandhabt werden?“ fragten sie sich und warum hätten die Gemeinden als Geldgeber kaum Einfluss auf die Planung. Als man sich im Jahre 2005 entschloss, den Eigenteil des Kreises zusam­men mit der Ge­meinde Fahrdorf zu übernehmen, wurden die Gesamtkosten noch auf rund 270.000 Euro ge­schätzt, der Anteil der Gemeinde  Borgwe­del auf etwa 80.000 Euro. Gemeindevertreter Manfred Kühne: „Wir dürfen nur bezahlen, aber nicht mit­bestimmen“. Immerhin, so Bürgermeister Uwe Jensen, sei es gelungen, einen Passus in den Ver­trag aufzunehmen, nach dem bei weiteren Kos­ten­steigerungen die Gemeinde vorher zu beteiligen sei.

 

Trotz Kostenexplosion: Bürgermeister Uwe Jensen ist froh, dass der Radweg zwischen Borgwedel und Fahrdorf endlich neu gemacht wird.

Schließlich wurde der Vertrag doch einstimmig be­schlossen, um den dringenden Ausbau des neuen Radweges nicht noch weiter zu verzögern. Der Landesbetrieb Straßenbau beabsichtigt nunmehr Ende April den Auftrag für den Bau zu erteilen.

 

Der vom Finanzausschussvorsitzenden Hans-Heinrich Langholz vorgestellte Etat wurde erstmals nach dem neu eingeführten Dopping-System er­stellt. Langholz lobte die hervorragende und zügige Vorbereitung durch die Amtskämmerei. Allerdings fehle noch die Eröffnungsbilanz für das Jahr 2011, die im Laufe des Jahres erarbeitetet werde, sagte er. Insgesamt schließt der Ergebnisplan mit einem Gesamtbetrag der Erträge von 763.500 Euro und  einem Gesamtbetrag der Aufwendungen von 791.800 Euro ab. Die Steuersätze bleiben unver­ändert.

 

Der Kostenanteil für den Ausbau der Breitband­versorgung wird zum größten Teil durch einen Zuschuss des Landes abgedeckt, sodass für die Gemeinde am Ende ein Betrag von 40.000 Euro verbleibt

Der erste Spatenstich für die Breitbandversorgung im Amt Haddeby soll Anfang April erfolgen. Die Tiefbau­arbeiten der Rohrverlegung für die Ge­mein­den Fahrdorf und Borgwedel sollen Ende Juni beginnen. Ab Ende September sollen die Anschlüs­se bereit gestellt werden. Am Sonnabend, 19. Feb­ru­ar, 14.30 Uhr, werden im Dörps- und Sprütten­huus in einer Einwohnerversammlung Einzelheiten zum Ausbau und zu den möglichen Vertragsmoda­litäten dargestellt.

 

Auch der Wasserverband Treene, der die Wasser­versorgung übernommen hat, hat bereits konkrete Pläne für den Ablauf der Verlegung der Haupt­leitung von Geltorf nach Borgwedel. Die Arbeiten sollen im April beginnen und Ende Juli fertig gestellt sein. Der Wasserverband wird demnächst in einem Rundschreiben über weitere Einzelheiten berichten. In einem Gespräch mit Bewohnern der Kochkoppel, die bisher eine private Wasserver­sorgung unterhalten, wurde geklärt, dass der Was­ser­verband bereit wäre, auch diese Leitungen zu über­nehmen, wenn dies von dem Siedlerverein ge­wünscht werde. Zunächst war vorgesehen, dort neue Leitungen zu verlegen.

 

Um die Arbeiten am Radweg, an der Breitbandver­sor­gung und an der Wasserversorgung zu koor­di­nieren, hat ein Abstimmungsgespräch der beteili­gten Planer stattgefunden. „Ich hoffe“, so ­ Jensen, „dass es auch reibungslos klappt.“