Gemeinde
Montag, 07. Februar 2011
Mehrere umfangreiche Tiefbauarbeiten kommen in diesem Jahr auf die Gemeinde zu. In der Gemeindevertretung wurden dafür jetzt die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Ingesamt sieht der Haushalt für das Jahr 2011 Investitionen in Höhe von 480.000 Euro vor. Davon entfallen 180.000 Euro auf den Neubau des Radweges an der Kreisstraße 36 zwischen Fahrdorf und Borgwedel, 186.000 Euro auf die Breitbandversorgung für die Gemeinde, sowie 100.000 Euro auf die Sanierung der Abwasserkanäle. Hinzu kommen Ausgaben für eine Lautsprecheranlage im Dörps- und Sprüttenhuus, sowie 10.000 Euro für eine Abgasanlage im Feuerwehrgerätehaus.
Der Haushalt wurde einstimmig beschlossen, obwohl es heftige Diskussionen über den vom Kreis vorgelegten Vertrag zur Kostenbeteiligung am Radwegebau an der K 36 gab. In einem ersten Entwurf hatte der Kreis den Eigenanteil der Gemeinde sogar mit etwa 194.000 Euro berechnet. Nach Verhandlungen des Bürgermeisters mit dem Kreis konnte diese Summe dann zwar auf 177.000 Euro reduziert werden. Dennoch, so waren sich die Gemeindevertreter einig, seien die erweiterten Gesamtkosten von 935.000 Euro viel zu hoch „Warum können die Richtlinien des Landes zum Radwegebau nicht etwas flexibler gehandhabt werden?“ fragten sie sich und warum hätten die Gemeinden als Geldgeber kaum Einfluss auf die Planung. Als man sich im Jahre 2005 entschloss, den Eigenteil des Kreises zusammen mit der Gemeinde Fahrdorf zu übernehmen, wurden die Gesamtkosten noch auf rund 270.000 Euro geschätzt, der Anteil der Gemeinde Borgwedel auf etwa 80.000 Euro. Gemeindevertreter Manfred Kühne: „Wir dürfen nur bezahlen, aber nicht mitbestimmen“. Immerhin, so Bürgermeister Uwe Jensen, sei es gelungen, einen Passus in den Vertrag aufzunehmen, nach dem bei weiteren Kostensteigerungen die Gemeinde vorher zu beteiligen sei.

Schließlich wurde der Vertrag doch einstimmig beschlossen, um den dringenden Ausbau des neuen Radweges nicht noch weiter zu verzögern. Der Landesbetrieb Straßenbau beabsichtigt nunmehr Ende April den Auftrag für den Bau zu erteilen.
Der vom Finanzausschussvorsitzenden Hans-Heinrich Langholz vorgestellte Etat wurde erstmals nach dem neu eingeführten Dopping-System erstellt. Langholz lobte die hervorragende und zügige Vorbereitung durch die Amtskämmerei. Allerdings fehle noch die Eröffnungsbilanz für das Jahr 2011, die im Laufe des Jahres erarbeitetet werde, sagte er. Insgesamt schließt der Ergebnisplan mit einem Gesamtbetrag der Erträge von 763.500 Euro und einem Gesamtbetrag der Aufwendungen von 791.800 Euro ab. Die Steuersätze bleiben unverändert.
Der Kostenanteil für den Ausbau der Breitbandversorgung wird zum größten Teil durch einen Zuschuss des Landes abgedeckt, sodass für die Gemeinde am Ende ein Betrag von 40.000 Euro verbleibt
Der erste Spatenstich für die Breitbandversorgung im Amt Haddeby soll Anfang April erfolgen. Die Tiefbauarbeiten der Rohrverlegung für die Gemeinden Fahrdorf und Borgwedel sollen Ende Juni beginnen. Ab Ende September sollen die Anschlüsse bereit gestellt werden. Am Sonnabend, 19. Februar, 14.30 Uhr, werden im Dörps- und Sprüttenhuus in einer Einwohnerversammlung Einzelheiten zum Ausbau und zu den möglichen Vertragsmodalitäten dargestellt.
Auch der Wasserverband Treene, der die Wasserversorgung übernommen hat, hat bereits konkrete Pläne für den Ablauf der Verlegung der Hauptleitung von Geltorf nach Borgwedel. Die Arbeiten sollen im April beginnen und Ende Juli fertig gestellt sein. Der Wasserverband wird demnächst in einem Rundschreiben über weitere Einzelheiten berichten. In einem Gespräch mit Bewohnern der Kochkoppel, die bisher eine private Wasserversorgung unterhalten, wurde geklärt, dass der Wasserverband bereit wäre, auch diese Leitungen zu übernehmen, wenn dies von dem Siedlerverein gewünscht werde. Zunächst war vorgesehen, dort neue Leitungen zu verlegen.
Um die Arbeiten am Radweg, an der Breitbandversorgung und an der Wasserversorgung zu koordinieren, hat ein Abstimmungsgespräch der beteiligten Planer stattgefunden. „Ich hoffe“, so Jensen, „dass es auch reibungslos klappt.“
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