Gilde
Montag, 20. Juni 2011

„Bernd-Dieter (Dammin) der Glückliche“ und „Anke (Kuhlmann) die Fröhliche“ sind das neue Königspaar der Borgwedeler-Stexwiger Schützengilde. Bernd-Dieter Dammin war erst in diesem Jahr in die Gilde eingetreten, Anke Kuhlmann dagegen gehört zu einer der ältesten Mitglieder der Damengilde.
„Der Gildegott hat Dir wohl die Hand gelenkt und Dir ein gutes Auge gegeben“, sagte Ältermann Alexander von Scharnwerber zum neuen König, als die Gildemitglieder sich zu einem Umtrunk beim „Haus Stexwig“ bei kurzzeitigem Sonnenschein trafen, um die neuen Majestäten abzuholen. Bernd-Dieter Dammin hatte als einziger 39 Ringe geschossen. Den ersten Platz erreichte Ewald Schröder, der damit Fahnenträger der Gilde wurde. Rolf Wichterich, Hermann Petersen und Christoph Höppner folgten auf den weiteren Plätzen. Bei den Damen erreichten Magda Philipp, Elke Harm, Gisela Beyer. Petra Hentschel und Gunda Rühs die ersten fünf Plätze.

Vor Beginn der Damen-Wettkämpfe erinnerte Älterfrau Gunda Rühs an die Gründung der Frauengilde vor 50 Jahren. Aus diesem Anlass soll im Herbst ein Bunter Nachmittag für die Damen stattfinden. Die Gründungsmitglieder Magda Philpp, Dita Detjens, Gisela Beyer und Lisa Brammer erhielten einen Blumenstrauß mit der Bitte, noch viele Jahre wie bisher die Gilde engagiert zu unterstützen. Zum Jubiläum gab es von einem Gildemitglied eine neue Königinkette geschenkt.
Im Verlauf des Vormittags wählten die Gildemitglieder noch Ewald und Silke Schröder zu Stellvertreter der Älterfrau und des Ältermannes. Ältermann Alexander von Scharnweber ging anschließend noch einmal auf die Diskussion um die Totengilde ein. „Sie bleibt bestehen“, betonte er, lediglich beim Todesfall eines Mitgliedes würden nicht mehr die zwei Euro einkassiert und an die Hinterbliebenen ausgezahlt. Der Gildevorstand werde zur nächsten Gildeversammlung einen Vorschlag unterbreiten, wie verstorbene Mitglieder durch die Gilde geehrt würden und das noch vorhandene Geld dafür eingesetzt werden könne.

Harmonisch und spannend verliefen anschließend nicht nur die Wettkämpfe, sondern auch der Festball am Abend. Einer der Höhepunkte war der Auftritt vom Magier Marc Valtentin, der nicht nur einen Tisch schweben ließ, sondern auch durch seine Fingerfertigkeit die Gäste verzauberte. Nur der um Mitternacht traditionelle Tanz um den Gildebaum fiel kurz aus: Nach zwei Minuten öffnete Petrus wieder ein Mal den Himmel und unter großem Juchhu strömten die Tanzpaare wieder ins Gildehaus.
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