Ziegeleiverein
Montag, 21. Dezember 2009

Der Ziegeleischuppen im Natur- und Erlebnisraum „Alte Ziegelei“, eine Remise aus dem Jahre 1936, hat ein neues Dach erhalten. Möglich wurde dies durch eine EU-Förderung im Rahmen der AktivRegion Schlei-Ostsee und durch das finanzielle Engagement der Gemeinde. Die Neueindeckung des Blechdaches auf dem noch insgesamt gut erhaltenen Ziegeleischuppen sichert die bereits im Rahmen von LEADER+ geförderten Maßnahmen zur Präsentation der Ziegeleigeschichte langfristig.
Bürgermeister Uwe Jensen und der Vorsitzende des Ziegeleivereins, Uwe Philipp, zeigten sich bei der Abnahme der Baumaßnahme zufrieden. In knapp vier Wochen hatte die Firma Bothmann durch ihre Arbeiten dem Ziegeleischuppen wieder sein ursprüngliches Bild mit den Dachreitern gegeben.
Seit 2006 ist das ehemalige Ziegeleigelände als 50. Naturerlebnisraum in Schleswig-Holstein anerkannt. Es ist Bestandteil des Industriemuseums Südschleswig/Sonderjylland. Die ehemalige Nutzung des Geländes als Ziegelei und deren Bedeutung für Borgwedel und die Region und die Rückkehr der Natur auf einer ehemaligen Industriefläche werden anhand von Informationstafel dargestellt.

Nachdem der Betrieb 1956 eingestellt worden war, holte sich die Natur Stück für Stück der Abbauflächen und des Betriebsgeländes zurück. Ein Teil der ehemaligen Trockenschuppen waren so baufällig, dass sie nach und nach entfernt wurden. Als vor Jahren die Gemeinde das Gelände kaufte, war nur noch die Remise erhalten. Allerdings nagte auch an ihr der Zahn der Zeit. Der Regen fand viele Wege durch die blechern-rostige Dacheindeckung. Nach dem das Natur- und Erlebniszentrum eingerichtet und ein Verein zur Betreuung gegründet werden konnte, entstand in dem Schuppen eine Handstrich-Ziegelanlage, auf der Schulklassen und andere Gruppen unter fachkundiger Leitung Ziegel herstellen können. Die Dachrestaurierung war ein wichtiges Anliegen des Ziegeleivereins, aber auch der Gemeinde. Gut 13.000 Euro stellte die Gemeinde dafür zur Verfügung, von der EU kamen gut 16.000 Euro dazu. Der Amtstechniker Dieter Brummer, unter dessen Leitung die Arbeiten ausgeführt wurden, hatte noch einen Grund sich über die Fertigstellung der Dachsanierung zu freuen. Die Kosten werden 1.900 Euro geringer als ursprünglich geplant.
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